Strickerei – die Kunst der Geduld

Strickerei ist eine der ältesten Techniken der Kleidungsherstellung. Anfangs wurden die Maschen mit den Fingern erzeugt und miteinander verknüpft. Danach wurden Stricknadeln aus Tierknochen und später auch aus Holz erstellt. Als Hinweis auf Strickkenntnisse in der Spätantike gilt ein knöchernes Nadelpaar, das etwa auf das Jahr 300 n. Chr. datiert wurde.

Schon aus dem Altertum sind Strickstücke überliefert worden; man kannte das Stricken im antiken Griechenland und auch im Römischen Reich. Es gibt Hinweise, dass die Römer 50 n. Chr. die erste Wollproduktion in Winchester, England, antrieben. Als die Barbaren in das römische Imperium eindrangen und es Stück für Stück eroberten, wurde das Stricken durch andere Handtechniken ersetzt. Im 13. Jahrhundert gewann Stricken in Italien wieder an Beliebtheit.

Im 16. Jahrhundert erfand der englische Student William Lee in Nottinghamdie erste Strickmaschine. Er wollte die Strumpfstrickerei mechanisieren und erfand den ersten sogenannten Strumpfwirkstuhl.Im 19. Jahrhundert wurden nebst Strümpfen auch Handschuhe, Mützen, Hemde, Röcke und weitere Kleidungsstücke gestrickt. Während dem ersten Weltkrieg strickten die Frauen warme Kleidung für die Soldaten.

In Serbien verbündete man oft das Stricken mit der dörflichen und vor allem in den Berggebieten wohnenden Bevölkerung.Da sie während Monaten zugeweht und abgeschottet waren, war die Wolle das einzig erhältliche Material zur Kleiderherstellung. Nachdem die Männer die Schafe geschert hatten, übernahmen die Frauen die Rohwolle. Der Bearbeitungsprozess war extrem kompliziert, weshalb sich mehrere Frauen versammelten um sich gegenseitig zu helfen. Jedes Mädchen lernte die Wolle zu verspinnen, den Wollgarn zu stricken, weben und sticken. Gleichzeitig bereitete sie ihren Brautschatz vor.

Stricken ist eine wunderschöne Beschäftigung und zudem auch gesund.Es soll eine niedrige Herzfrequenz und einen geringeren Blutdruck fördern. Darüber hinaus reduziert sich die Anzahl der Stresshormone Cortisol im Blut. Die wiederholenden Bewegungen bei der Näharbeit sollten auch einen entspannten Zustand ähnlich dem von Meditation und Yoga hervorrufen. Stricken in Gesellschaft ist besonders empfehlenswert. Bei einem Tässchen Tee oder Kaffee verschiedene Techniken ausprobieren, die geleistete Arbeit zeigen und bewundern, Ideen sammeln und sich gegenseitig Tipps geben, sich über Gott und die Welt unterhalten und einfach mal den Moment geniessen. Wer schon mal in Gesellschaft gestrickt hat, wird wissen, wovon ich spreche.Und schlussendlich – Die Befriedigung, etwas selber gemacht zu haben, ist mit Glück verbunden.

Beim Stricken gibt es nur zwei verschieden Arten von Maschen:

  1. Die rechte oder glatte Masche
  2. Die linke, verkehrte oder krause Masche

Durch die Variation von rechten und linken Maschen, Ab- und Zunahmen, Umschlägen, Verschränken der Maschen und anderen Arten von Maschenbildungen kann man verschiedene Muster stricken.

Auch wenn die Strickmaschinen oft das Handstricken ersetzen, verliert diese Handkunst nicht an Wert. In den 1960er Jahren schaffte es die serbische Designerin Dobrila Smiljanic mit 20 Strickfrauen aus dem Dorf Sirogojno, Serbien,aus einem traditionellen Handwerk eine Weltmarke zu kreieren.

Stricken ist eine wunderschöne Beschäftigung und zudem auch gesund. Es soll eine niedrige Herzfrequenz und einen geringeren Blutdruck fördern. Darüber hinaus reduziert sich die Anzahl der Stresshormone Cortisol im Blut. Die wiederholenden Bewegungen bei der Näharbeit sollten auch einen entspannten Zustand ähnlich dem von Meditation und Yoga hervorrufen. Stricken in Gesellschaft ist besonders empfehlenswert. Bei einem Tässchen Tee oder Kaffee verschiedene Techniken ausprobieren, die geleistete Arbeit zeigen und bewundern, Ideen sammeln und sich gegenseitig Tipps geben, sich über Gott und die Welt unterhalten und einfach mal den Moment geniessen. Wer schon mal in Gesellschaft gestrickt hat, wird wissen, wovon wir sprechen. Und schlussendlich – Die Befriedigung, etwas selber gemacht zu haben, ist mit Glück verbunden.

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